Flavius Josephus
Früher geboren als Cassius Dio ( 37/38 n.Chr.) entstammte Titus (?)
Flavius Iosephus einer vornehmen Jerusalemer Priesterfamilie. Er sprach
Aramäisch (Muttersprache) und erhielt eine jüdisch- religiöse
Ausbildung. Er wurde schliesslich Pharisäer. 64/5 erwirkte er in Rom
durch die Kaiserin Poppaea die Freilassung jüdischer Priester. Später
kommandierte er die Aufständischen in Galilaea und wurde in Iotapata
gefangen. Er wurde 69 von Vespasian wegen seiner Prophezeihung von dessen
Kaisertum freigelassen und begleitete den Kaiser und Titus bis 73 im Osten.
Er lebte danach in Rom, wo er auch starb.
Werke:
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Der Jüdische Krieg, geschrieben zwischen 75 und 79 in sieben
Büchern. Seine Quellen waren dabei eigenes Erleben sowie Berichte von
anderen Teilnehmern auf beiden Seiten. Für den Aufstand machte er die
Ziloten verantwortlich, versuchte die Juden allgemein zu entlasten und
verherrlichte Vespasian und Titus. Seine Darstellungen sind frisch und lebendig.
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Die Jüdischen Altertümer schrieb F. I. in den Jahren 93/94
in 20 Büchern. Sie enthalten die israelitisch- jüdische Geschichte
von der Erschaffung der Welt bis 66 n. Chr. Hierbei griff er durch eine
hellenistisch-jüdische Quellen auf das Alte Testament zurück, benutzte
für die Folgezeit jüdische Darstellungen von Strabon, Nikolaos
u.a. Für die Geschichte Jerusalems unter spätseleukidischer und
römischer Oberhoheit ist dieses Werk eines der wichtigsten Quellen.
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Gegen Apion ist eine Streitschrift, in der F. I. die Juden gegen
Verleumdung verteidigte und ihre Gesetzte pries. Das aus zwei Büchern
bestehende Werk ist bedeutsam für den antiken Antijudaismus.
F. I. war ein Zeitzeuge Christi und wurde bis ins 18. Jhd. hinein oft gelesen.
Er gilt heute als unselbständiger und kritisch zu benutzender Historiker
des Judentums.
09.06.1999 by Frauke Pöhler
Quellen: Historiker
Focus