Wohnen in Rom
Der folgende Grundriß vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie man
im alten Rom wohnte. Das hier abgebildete Haus ist allerdings ein Stadthaus
und dürfte selbst dort noch zu den am exklusivsten eingerichteten
Wohnhäusern gehört haben. Hieran läßt sich jedoch am
besten die Bedeutung und Nutzung der vielen verschiedenen Räume sehr
anschaulich erläutern.
(Um Informationen über einen bestimmten Raum zu erhalten, klicken Sie
diesen bitte mit der Maus an.)
(Römerhaus in Augst Grundriß)
Man muß im alten Rom drei Haustypen unterscheiden:
a) Domus: Herrschaftliches Wohnhaus (Atrium-/ Peristylhaus)
b) Insula: Mietshaus
c) Villa: Landhaus
Beim Haustyp Domus muß noch zwischen einem Atriumhaus und
einem Peristylhaus unterschieden werden:
Das Atriumhaus charakterisiert sich durch die Anlage der Räume
ums Atrium herum. Sie waren auf zwei besondere Räume hin angeordnet:
Das Schlafgemach des Familienoberhauptes und die links und rechts davon
befindliche Ahnengalerie, wo Totenmasken aufbewahrt wurden. Man betrat das
Wohnhaus durch ein "vestibulum" (Vorplatz vor dem Haus), das zwischen den
zur Straße hin geöffneten "tabernae" (Läden) lag. Der Wohnbereich
war durch "ianuae" (Türen) vom Geschäftsbereich abgetrennt und
durch "fauces" (Flure) gelangte man in dei Halle des Atrium. Über der
Mitte dieses Raumes öffnete sich das Dach ("compluvium") und in einem
in den Boden eingelassenen Marmorbecken ("impluvium") fing man den Regen
auf. Die Räume lagen ums Atrium herum und wurden meist mit Vorhängen,
seltener mit Holztüren geschlossen. Die Räume an der Rückfront
des Hauses (der Eingangsseite gegenüberliegend) gingen auf einen kleinen
Garten hinaus.
(Querschnitt durch ein Atriumhaus)
(Insula)
(Insula)
Diana Glee
07.07.1999